Suche

Seniorenvereinigung der Stadt Meppen e.V.

Suche Menü

„Mal sachte – mal klabaster. Ein Jahr mit den Kindern aus Haltrup“

Einen vergnüglichen Nachmittag durften ca. 70 Gäste im Landcafé Alte Scheune in Meppen-Schwefingen anlässlich der Lesung von Herrn Christoph Migura verbringen.

„Mal sachte – mal klabaster. Ein Jahr mit den Kindern aus Haltrup“ ist der Titel seines Buches,  aus dem er einige Kurzgeschichten vortrug.

In seiner Einleitung erläuterte der pensionierte Lehrer für Deutsch und Pädagogik, dass man  nicht unbedingt in Bullerbü aufgewachsen sein muss, um eine glückliche Kindheit zu erleben.  Das zeigen die Geschichten, der Kinder aus dem fiktiven emsländischen Dorf Haltrup. Gleich hinter den Gärten fangen die Wiesen und Felder an, die  für die Mädchen und Jungen viele Abenteuer bereithalten. Immer kann man etwas zusammen machen und Neues entdecken.

So erzählte Migura vom  geheimnisvollen Bau eines Sandbunkers oder den Aufregungen und Erlebnissen beim Eislaufen auf zugefrorenen Wiesen und Weiden oder den Konsequenzen  übermäßigen Genusses von Obst.

Das zustimmende Nicken und Lächeln der Zuhörer ließ erkennen, dass sich manch einer an seine eigene Kindheit erinnert fühlte.

Zwischen den Geschichten war dann auch Zeit, für einen Austausch zwischen den Gästen und Herrn Migura.

Abgerundet wurde der Nachmittag durch eine Bewirtung der Gäste mit leckerem Kuchen, Tee und Kaffee.

Bild 1, 2 Verlag Goldschmidt GmbH
Bild 3, 4 /Text Seniorenvereinigung der Stadt Meppen e.V.

Informationsveranstaltung zum Jahresprogramm 2024

Besichtigung, Information und Unterhaltung

Bei der sehr gut besuchten Informationsveranstaltung der Seniorenvereinigung der Stadt Meppen im Kolpinghaus wurde kürzlich das Jahresprogramm 2024 vorgestellt. Die Seniorinnen und Senioren in Meppen können sich auch in diesem Jahr wieder auf sehr unterhaltsame und informative Vorträge sowie interessante Tagesfahrten freuen.

Christel Kemper begrüßte als stellvertretende Vorsitzende der Seniorenvereinigung die Vertreterinnen und Vertreter der aktiven Seniorengruppen aus der Stadt und den Umlandgemeinden von Meppen. Ganz herzlich dankte sie für das ehrenamtliche Engagement, das auch dazu beitrage, Einsamkeit im Alter vorzubeugen.

Ein besonderer Dank galt den Vertretern der Stadt Meppen für die vielfältige Unterstützung des Vereins, insbesondere natürlich durch die jährliche finanzielle Zuwendung der Stadt Meppen, ohne die die Arbeit der Seniorenvereinigung nicht möglich wäre.

Das Jahresprogramm 2024 wurde sodann vom Vorsitzenden Richard Peters vorgestellt.

Schon am 8. Februar wird Christoph Migura im Landcafé Alte Scheune in Schwefingen aus seinem Buch „Mal sachte, mal klabaster – Ein Jahr mit uns Kindern aus Haltrup“ vorlesen. Diese Veranstaltung ist bereits ausgebucht.

Ein plattdeutscher Nachmittag wird am 12. März im Heimathaus in Versen angeboten. Zu Gast ist Markus „Bruni“ Bruns aus Alfhausen,der bereits im Emsland bei verschiedenen Veranstaltungen für tolle Stimmung gesorgt hat.

„Gesundheitsversorgung im Emsland – Quo vadis?“, auf diese gerade auch Senioren berührende Frage wird Kreisrätin Dr. Sigrid Kraujuttis am 6. Mai im Sitzungssaal des Kreishauses in Meppen Auskunft geben.

Am 28. Mai wird eine Fahrt zum Museumsdorf Cloppenburg, einem der ältesten Freilichtmuseen Deutschlands, angeboten. Führungen gibt es dort in hochdeutscher und plattdeutscher Sprache.

Nach der Bundesstudie „Hohes Alter in Deutschland“ aus dem Jahr 2022 fühlen sich in Deutschland zwölf Prozent sehr alter Menschen einsam. Der Prozentsatz in dieser Bevölkerungsgruppe liegt zum Befragungszeitpunkt allerdings doppelt so hoch wie vor der Zeit der Pandemie. Mit dem Vortrag „Gemeinsam gegen einsam“ soll besonders auf die Möglichkeiten zur Vermeidung von Einsamkeit eingegangen werden. Referent am 25. Juni im Ratssaal ist Bernhard Sackarendt, Sozialverband Deutschland, Landesverband Niedersachsen e. V. 

Eine weitere Tagesfahrt hat am 6. August eine Besichtigung der Firma Dr. August Oetker KG in Bielefeld zum Ziel. Unter dem Dach der Oetker-Gruppe firmieren weltweit rund 350 Unternehmen mit 46.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz im Jahr 2021 von 7,5 Mrd. Euro.  –— Ausgebucht! —

Traditionell findet am 14. September der „Meppener Seniorennachmittag“ statt. Für die musikalische Begleitung sorgt das Lingener Männerquartett.

Den „Internationen Tag der älteren Generation“ nimmt die Seniorenvereinigung Meppen zum Anlass, am 1. Oktober eine eigene Veranstaltung im Gemeindehaus St. Paulus durchzuführen. Der Vortrag von Ehrenlandrat Hermann Bröring widmet sich dem Thema „Darum ist das Emsland so l(i)ebenswert“. Kaum ein anderer kennt das Emsland so gut wie der langjährige Oberkreisdirektor, Landrat und Vorsitzende des Emsländischen Heimatbundes.

Die Mitgliederversammlung am 24. Oktober im Ratssaal und die Weihnachtsfeier am 11. Dezember im Kolpinghaus, erneut mit dem Lingener Männerquartett, runden den Reigen vielfältiger Angebote ab. 

Abb 1, 2, 3, 4 Seniorenvereinigung der Stadt Meppen e.V.
Abb 5 Migura
Abb 6 Bruns
Abb 7, 12 LK Emsland
Abb 8 Stiftung Museumsdorf Cloppenburg
Abb 9 Sozialverband Deutschland, Landesverband Niedersachsen e. V. 
Abb 10 Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG
Abb 11 Lingener Männerquartett e.V
Text Seniorenvereinigung der Stadt Meppen e.V.

Weihnachtsfeier 2023 im Kolpinghaus

 

Es war eine rundherum  schöne und stimmungsvolle Adventsfeier . Die liebevoll dekorierte Kaffeetafel verwöhnte die zahlreichen Gäste mit Kaffee, leckerem Kuchen und köstlichen Plätzchen.

Die  Gruppe “Schlagsaite” sorgte mit ihrem abwechslungsreichen musikalischen Repertoire für eine sowohl fröhliche als auch festliche Wohlfühlatmosphäre, die zum Mitsingen animierte. Die Musik und die vorgetragenen weihnachtlichen Geschichten waren Grundlage für eine schöne und harmonische Weihnachtsstimmung.

 

Text/Foto: Seniorenvereinigung Meppen e.V.

Mitgliederversammlung Oktober 2023

Mitgliederversammlung d. Seniorenvereinigung Meppen e.V.

Im Ratssaal der Stadt Meppen fand am 24.10.2023 die gut besuchte Mitgliederversammlung der Seniorenvereinigung Meppen e.V. statt.

Die 2. Vorsitzende Christel Kemper begrüßte die Vertreter der Mitgliedsorganisationen, den Ersten Stadtrat Matthias Funke und Eckhard Cremering für die Stadt Meppen, den Bundestagsabgeordneten Albert Stegemann und Frau Kerstin Knoll vom Landkreis Emsland.

Der Begrüßung durch Christel Kemper folgte ein kurzes Gedenken an den zu Jahresbeginn verstorbenen Vorsitzenden Georg Schröer.

Im Rahmen des Berichtes des Vorstands erläuterte Christel Kemper die zahlreichen Aktivitäten der vergangenen Monate.

Neben der Besichtigung der Gedenkstätte Esterwegen, die sehr beeindruckend aber auch bedrückend war, gab es interessante, aufschlussreiche Besuche des  Emsland Moormuseums Gr. Hesepe, des neuen Hotels Via Plaza in Meppen, sowie des neuen Meppener Stadthauses.

Als recht informativ erwiesen sich die von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt finanzierten Workshops Mitgliedergewinnung und Marketing sowie der Vortrag von Frau Prof. Annelie Keil zum Thema Lebensgestaltung und der Vortrag zur Pflege / Pflegeberatung mit Referentinnen vom Landkreis Emsland und der AOK.

Einen wunderschönen Tag verlebten die Seniorinnen und Senioren im Rahmen einer Tagesfahrt zum Hof Löbke und zum Garten- und Teichcenter NaturaGart in Ibbenbüren.

Den Bunten Nachmittag für Senioren im Saal Kamp besuchten über 250 Personen, die bei Kaffee und Kuchen u.a. die musikalischen Darbietungen des Shanty-Chor Papenburg und der Sängerin Chananja Schulz aus Nordhorn genießen konnten.

In seinem Grußwort würdigte Matthias Funke das Engagement der Seniorenvereinigung und bedankte sich ausdrücklich dafür im Namen der Stadt Meppen.

Im Anschluss referierte Herr Albert Stegemann, Mitglied des Bundestages zum Thema “Ländlicher Raum im Wandel”.

In seinem Kassenbericht erläuterte der aus dem Vorstand ausscheidende Rechnungsführer Gerd Dreyer den positiven Kassenbestand. Einstimmig wurde ihm, wie auch dem gesamten Vorstand, Entlastung erteilt.

Mit einem herzlichen Dank für seine 28-jährige prägende, verantwortungsvolle und gewissenhafte Vorstandstätigkeit wurde Gerd Dreyer von C. Kemper verabschiedet.

Neben dem Vorsitzenden der Seniorenvereinigung waren noch der Rechnungsführer, ein Beisitzer bzw. eine Beisitzerin und ein Schriftführer bzw. Schriftführerin neu zu wählen.

Gerd Gels übernahm die Leitung der Wahl eines neuen Vorsitzenden.

Zunächst richtete er seinen Dank aber an Christel Kemper, die in der langen und schwierigen Zeit der Vakanz des Vorsitzes die Geschicke der Seniorenvereinigung Meppen mit sehr viel Engagement und Herzblut gelenkt und geleitet habe.

Aus der Mitte der Versammlung wurde Richard Peters vorgeschlagen, der einstimmig zum Vorsitzenden der Seniorenvereinigung der Stadt Meppen gewählt wurde und die Wahl annahm.

Christel Kemper gratulierte ganz herzlich zur Wahl und sicherte die Unterstützung des Vorstands zur Erreichung der weiteren Ziele in der Seniorenarbeit zu.

Richard Peters bedankte sich bei der Versammlung für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Er werde sich bemühen, gemeinsam mit den Vorstandsmitgliedern die Seniorenarbeit in Meppen in gewohnter Weise fortzuführen.

Rechnungsführer Helmut Fühner, bisher Beisitzer, Beisitzerin Beate Krull  und Schriftführer Andre Wegner wurden einstimmig in den Vorstand gewählt.

Die überarbeiteten Grundsätze zur Förderung von Mitgliedsorganisationen wurden vom neuen Vorsitzenden vorgestellt.

R.Peters gab zum Abschluss der harmonisch verlaufenden Versammlung einen Ausblick auf das Jahresprogramm 2024. Er stellte fest, dass die Seniorinnen und Senioren der Stadt Meppen auch im kommenden Jahr interessante und informative Veranstaltungen erwarten dürfen.

Schließlich dankte er den Vertretern der Mitgliedsorganisationen und den Gästen für ihr Interesse und den Vertretern der Stadt Meppen für die immer wohlwollende Unterstützung.

Text: Seniorenvereinigung Meppen e.V.; Fotos: Hermann Garrelmann

Unterhaltsamer Nachmittag für Seniorinnen und Senioren

Sehr gute Beteiligung beim Treffen der Seniorenvereinigung Meppen

In guter Tradition hat die Seniorenvereinigung der Stadt Meppen jetzt bereits zum elften Mal einen unterhaltsamen Nachmittag für Seniorinnen und Senioren durchgeführt. Die stellvertretende Vorsitzende des Vereins, Christel Kemper, konnte im Emslandsaal Kamp über 280 Personen begrüßen, obwohl im Stadtgebiet mit dem Kaiserschießen eine weitere Großveranstaltung stattfand.

Nach einem kurzen Gedenken an den zu Jahresbeginn verstorbenen Vorsitzenden Georg Schröer begrüßte Kemper besonders die Landtagsabgeordnete Lara Evers, den stellv. Landrat Dr. Hubert Kruse, den stellv. Bürgermeister Gerd Gels und Andreas Pothen, Leiter des Fachbereiches Arbeit, Soziales und Gesundheit bei der Stadt Meppen sowie Kerstin Knoll vom Seniorenstützpunkt beim Landkreis Emsland.

Ausdrücklich dankte Kemper der Stadt Meppen für die nachhaltige finanzielle Unterstützung, durch die es der Seniorenvereinigung ermöglicht werde, kostengünstige Veranstaltungen wie z. B. diesen Seniorennachmittag, Vortragsveranstaltungen, aber auch Ausflugsfahrten anzubieten.

Lara Evers berichtet über ihre ersten Erfahrungen aus der abwechslungsreichen Arbeit im Niedersächsischen Landtag, in dem sie nun seit zehn Monaten aktiv ist.

Ein zentrales Thema gerade auch im ländlichen Raum ist für sie die Stärkung der medizinischen und pflegerischen Versorgung sowie die solide finanzielle Unterstützung für Krankenhäuser, die vor finanziellen Herausforderungen stehen. Die Einführung einer einjährigen Ausbildung zum Pflegehelfer wäre ein erster Schritt, um aktiv gegen Personalengpässe vorzugehen.

Gemeinsam mit stellv. Landrat Kruse und stellv. Bürgermeister Gels würdigte sie das herausragende Engagement aller,die in der Seniorenarbeit tätig sind. „Gerade im Licht des demografischen Wandels nimmt ihre wertvolle Arbeit, die auch Möglichkeiten zur Überwindung der Einsamkeit bietet, stetig an Bedeutung zu”, betonte Evers.

Der Schriftführer der Seniorenvereinigung Meppen, Richard Peters, machte mit Blick auf die Versorgung von altersgerechtem Wohnraum auf eine aktuelle Studie des „Institut der deutschen Wirtschaft“ aufmerksam. Die Studie komme zum Ergebnis, dass es bundesweit bis zum Jahre 2040 zu einer Versorgungslücke von etwa zwei Millionen barrierereduzierten Wohnungen komme und spreche von einer „unterschätzten Herausforderung für Politik und Gesellschaft“.

In Meppen gebe es lange Wartelisten z. B. bei den (kostengünstigen) Seniorenwohnungen „Schillerring“ und „Im Sack“. Auch hier sorge die Zunahme älterer Menschen für einen weiter steigenden Bedarf. Auf Investoren könne man in diesem Bausegment kaum hoffen, da mit kostengünstigen Seniorenwohnungen eine Rendite nicht zu erreichen sei. Vom Rat der Stadt Meppen wurde allerdings vor einigen Wochen ein Förderprogramm zum Bau von Sozialwohnungen mit einem Volumen von jährlich 500.000 Euro zusätzlich zur Landesförderung beschlossen, das Investoren eine tatkräftige Unterstützung auch zum Bau von kostengünstigen Seniorenwohnungen bietet.   

Die Ankündigung der für das kommende Jahr geplanten Veranstaltungen wie z. B. ein plattdeutscher Nachmittag, verschiedene Vortragsveranstaltungen sowie Tagesfahrten weckte das Interesse der Seniorinnen und Senioren.

Die musikalische Begleitung durch den Papenburger Shanty-Chor mit stimmungsvollen Seemannsliedern begeisterte die Seniorinnen und Senioren ebenso wie die Darbietung der ausdrucksstarken Sängerin Chananja Schulz aus Nordhorn mit bekannten Melodien. Der Wunsch nach Zugaben wurde von den Interpreten gerne erfüllt.

Text & Foto: Seniorenvereinigung Meppen e.V. 

NaturaGart – Park mit einzigartigem Ambiente

 Tagesfahrt der Seniorenvereinigung Meppen

Einen unterhaltsamen und geselligen Tag erlebten kürzlich über 50 Seniorinnen und Senioren, die der Einladung der Seniorenvereinigung der Stadt Meppen zu einer Tagesfahrt nach Ibbenbüren gefolgt waren. 

Auf dem Programm stand zunächst ein umfangreiches Frühstücksbüfett im Hofcafé Löbke in Ibbenbüren. Im Anschluss nutzen viele Mitfahrerinnen und Mitfahrer die Gelegenheit, die Vielfalt des Bauerngartens mit Kräutern, Rosen, Blumen und alten Gemüsesorten zu erleben und im Hofladen mit hofeigenen Spezialitäten zu stöbern und einzukaufen. Einige nutzten aber nach den vielen Regentagen einfach die Gelegenheit, bei herrlichen Sonnenschein auf der Gartenterrasse zu entspannen.

Als nächstes Ziel wurde das Garten- und Teichzentrum NaturaGart, ebenfalls in Ibbenbüren, angesteuert, einem der größten Teichanlagenbauer in Europa. Bei einem Rundgang über das Gelände erläuterte Peter Bielefeld, Veranstaltungsleiter von NaturaGart, sehr informativ und humorvoll die Entwicklung und den gegenwärtigen Stand des Unternehmens. So habe der größte Teich der Anlage eine Ausdehnung von 120 x 60 Meter und eine Tiefe von fast acht Metern. Angelegt worden seien im Teich ein ägyptischer Tempel und ein großes Höhlensystem, das gerade für Tauchsportfreunde aus ganz Europa eine besondere Anziehung habe. Genutzt werde die Anlage aber ebenso von Rettungstauchern von Feuerwehr und Polizei für ihre notwendigen Übungszwecke. Im vergangenen Jahr hätten daneben über 1000 Personen die Möglichkeit eines Schnuppertauchens bei professioneller Begleitung in Anspruch genommen.

Begeistert zeigten sich die Besucher aber auch von der Vogelbeobachtungsstation, der Blütenpracht unzähliger Dahlien auf dem Gelände und der Vielfalt von weit über 100 Seerosensorten. 

Im größten Kaltwasseraquarium Deutschlands boten 28 große
Scheiben den Gästen Einblick in die Welt unter Wasser u. a. mit Kois, Hechten, Löffelstören und bis zu zwei Meter langen Beluga-Stören.

Im mediterranen Palmen-Bistro war neben Kaffee bei einer reichhaltigen Kuchenauswahl für jeden Geschmack etwas dabei.

Palmen-Bistro
Hof Löbke
Text & Fotos: Richard Peters

Modern, hell und serviceorientiert

Seniorenvereinigung Meppen besichtigt neues Stadthaus

Nach Abstimmung zwischen der Seniorenvereinigung Meppen und der Stadtverwaltung haben kürzlich annähernd 60 Seniorinnen und Senioren die Möglichkeit genutzt, das neue Stadthaus exklusiv zu besichtigen.

Bürgermeister Helmut Knurbein begrüßte die Besuchergruppe zunächst im Ratssaal und freute sich über das große Interesse am Neubau. Anschließend erläuterte Bauamtsleiter Wilhelm Gößling die Phasen der Planung und Umsetzung der Maßnahme sowie technische Details. Politik und Verwaltung hätten sich für einen Neubau mit vier Etagen entschieden, weil sich eine energetische Sanierung des Altbaus nicht gerechnet hätte. Ambitioniert sei es dabei gewesen, den Neubau in die durch den Abriss des Altgebäudes entstandene Baulücke passgenau einzufügen. Dies sei aber sehr gut gelungen.

Dem Ziel der Stadtverwaltung nach Klimaneutralität folgend, habe man sich während der laufenden Maßnahme für die Beheizung durch eine Luftwärmepumpe entschieden, die mit Strom aus Solarzellen betrieben wird.

Einmal mehr, so Gößling, habe sich die Vergabe der Maßnahme an einen Generalunternehmer bewährt. So sei der vereinbarte Kostenrahmen von gut zehn Millionen Euro zwar komplett ausgeschöpft worden, trotz gestiegener Lohn- und Materialkosten habe man aber eine Kostensteigerung vermeiden können.

Beim anschließenden Rundgang durch das neue Stadthaus mit Bürgermeister Knurbein, Erstem Stadtrat Matthias Funke, Bauamtsleiter Gößling und Sozialamtsleiter Andreas Pothen konnten sich die Seniorinnen und Senioren ein Bild vom gelungenen Neubau, der vor wenigen Wochen bezogen wurde, machen. 86 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können sich über helle, moderne und funktionale Büros freuen. Bewusst habe man Wert darauf gelegt, die Verkehrsflächen (Flure) zugunsten von Büroflächen auf das notwendige Maß zu beschränken. In allen Etagen wurden ansprechende Wartezonen für Besucher geschaffen.

Eingerichtet wurden auch drei dringend benötigte Besprechungsräume mit moderner Konferenztechnik. Durch mobile Türelemente sei es möglich, bei größeren Teilnehmerzahlen auch Flurbereiche in diese Räume miteinzubeziehen.

Im Foyer, so Bürgermeister Knurbein, fehle es noch an der nötigen „Dekoration“, so z. B. einem beleuchteten Stadtlogo und einem digitalen Wegweiser, die aber in Kürze installiert werde.

Ein Teil der Besuchergruppe mit Bürgermeister Helmut Knurbein sowie weiteren Vertretern der Stadtverwaltung und des Vorstands der Seniorenvereinigung Meppen.

Text & Foto: Seniorenvereinigung Meppen e.V.

Besuch der Gedenkstätte Esterwegen

Auf Einladung der Seniorenvereinigung der Stadt Meppen e. V. haben kürzlich 40 Seniorinnen und Senioren aus Meppen die Gedenkstätte Esterwegen besucht. Es handelt sich dabei um den europäischen Gedenkort, der an alle 15 Emslandlager und ihre Opfer erinnert.

Lea Horstmann, Mitarbeiterin der Gedenkstätte, erläuterte den Besuchern sehr kompetent und informativ die Entstehung und Geschichte der Emslandlager sowie der Gedenkstätte. An verschiedenen Beispielen machte sie den schikanösen, brutalen und menschenverachtenden Umgang der Wachleute mit den Gefangenen deutlich. Ab August 1933 inhaftierten die nationalsozialistische Führung und der preußische Staat in dem für 2.000 Häftlinge angelegten Lager Esterwegen vor allem politische Gegner, später auch aus sozialrassistischen und kriminellen Gründen Inhaftierte, und setzten sie zur Zwangsarbeit in der Moorkultivierung ein. Die Häftlinge sprachen hier schon bald von der „Hölle im Moor“. Ab 1939 befanden sich in Esterwegen viele durch Wehrmachtgerichte Verurteilte. Von Mai 1943 bis April 1944 wurden unter strenger Geheimhaltung und scharfer Absonderung im südlichen Teil, dem sogenannten “Lager Süd”, zunächst 1.800, zeitweilig bis zu 2.700 „Nacht-und-Nebel“-Gefangene (Widerstandskämpfer aus Westeuropa) untergebracht. Die Gefangenen wurden völlig isoliert und durften keinerlei Kontakt zur Außenwelt haben.

Beim Rundgang auf dem Außengelände erklärte Horstmann den Seniorinnen und Senioren, dass die Baracken nach 1945 unter anderem als Durchgangslager für “Sowjetzonenflüchtlinge” genutzt wurden, später wurden alle verbliebenen Baracken abgetragen, so dass nur noch Reste einer Treppe sowie von Fundamenten erhalten blieben.

Die Landschaftsgestaltung der Gedenkstätte mache heute die Spuren des früheren Lagers kenntlich und übersetze nicht mehr sichtbare Teile der Lagertopographie durch Stahlelemente in eine moderne Formensprache. Die Standorte der früheren Baracken werden durch „Baumpakete“ visualisiert. Mit der Überschotterung des ehemaligen Häftlingsareals durch Lava soll eine rotbraune Moorlandschaft angedeutet werden. Zudem verbinde der Stahlsteg den historischen Ort des Lagers Esterwegen mit einem benachbarten Moor, das stellvertretend für den Ort der schweren Zwangsarbeit steht.

Immer wieder stellte Horstmann in ihrem Vortrag auch den Bezug zu den Lagern in Fullen und Versen her, deren ehemalige Lagerfriedhöfe heute als Kriegsgräberstätten gepflegt werden.

Im August 1933 wurde im Konzentrationslager Börgermoor das „Lied der Moorsoldaten“ bei einer kulturellen Veranstaltung für die Wachleute uraufgeführt. Das Lied wurde von zwei Häftlingen verfasst und beschreibt zunächst die unmenschliche Behandlung durch die SS-Aufseher. In der letzten Strophe wird dann aber mit der Textzeile „Ewig kann nicht Winter sein! Einmal werden froh wir sagen, Heimat du bist wieder mein“ die Hoffnung auf eine bessere Zeit ausgedrückt. Es wird berichtet, dass die Lagerkommandantur wenige Tage nach der Uraufführung des Liedes den darin formulierten Widerstand erkannte und weitere Aufführungen verboten. Trotzdem stimmten die Häftlinge es auf den langen Märschen ins Moor immer wieder an. Das Lied wurde bald auch in anderen Lagern des NS-Regimes gesungen.

Das NS-Regime unterhielt von 1933 bis 1945 in den heutigen Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim 15 Konzentrations-, Straf- und Kriegsgefangenenlager. Hier litten bis zu 10.000 KZ Häftlinge, 70.000 Strafgefangene und während des Krieges über 100.000 Kriegsgefangene. Mehr als 20.000 Menschen, vor allem sowjetische Kriegsgefangene, verhungerten, starben an Erschöpfung und körperlichen Misshandlungen oder wurden „auf der Flucht“ erschossen.

Die Existenz der Lager wurde von den Behörden und auch von der Bevölkerung im Emsland lange totgeschwiegen. Erst in den sechziger Jahren haben zwei junge Redakteure der Ems-Zeitung die Geschichte der Emslandlager gegen erheblichen Widerstand recherchiert und öffentlich gemacht. Für ihre historische Aufarbeitung, ohne die es die im Jahr 2011 eröffnete Gedenkstätte Esterwegen wohl nicht geben würde, wurden sie im Januar 2023 mit dem Verdienstkreuz am Bande des niedersächsischen Verdienstordens ausgezeichnet.

Um viele Informationen reicher, aber auch mit einem bedrückenden Gefühl des unermesslichen Leids in den Emslandlagern, machte sich die Gruppe wieder auf den Heimweg.

Text & Foto: Seniorenvereinigung Meppen e.V. / Richard Peters

Von Frau Prof. Dr. Annelie Keil am 22.05.2023 im Ratssaal vorgetragenes Gedicht

Wer ich bin (Armin Juhre)
Ich hab die Faser nicht gesponnen,
die Stoffe nicht gewebt, die ich am Leibe trage.
Ich habe nicht die Schuhe,
die Schritte nur gemacht.
Wer mich ansieht, sieht viele andere nicht,
die mich ernährt, gelehrt, gekleidet,
die mich geliebt, gepflegt, gefördert haben.
Mit jedem Schritt gehen viele Schritte mit.
Mit jedem Dank gehn viele Gedanken mit.
Ich habe nicht gelernt
zu schlachten, zu pflügen und zu säen,
und bin doch nicht verhungert.
Ich kann nicht Trauben keltern
und trinke doch den Wein.
Wer mich ansieht, sieht viele andere nicht,
die mich ernährt, gelehrt, gekleidet,
die mich geliebt, gepflegt, gefördert haben.
Mit jedem Schritt gehen viele Schritte mit.
Mit jedem dank gehen viele Gedanken mit.
Ich habe die Städte nicht entworfen,
die Häuser nicht gebaut
und habe doch zu Wohnen.
Ich kann nicht Ziegel brennen
und doch schützt mich ein Dach.
Wer mich ansieht, sieht viele andere nicht,
die mich ernährt, gelehrt, gekleidet, geliebt, gefördert haben.
Mit jedem Schritt gehen viele Schritte mit. Mit jedem Dank viele
Gedanken

„Das Leben hat nichts versprochen, aber es hält viel“

„Das Leben verspricht nichts, aber es gibt den Menschen eine gute Werkstatt. Es liegt an jedem Einzelnen, mit Kreativität etwas daraus zu entwickeln,“ so lautete eine von vielen Thesen, die die renommierte Gesundheitswissenschaftlerin Frau Prof. Dr. Annelie Keil bei einem Vortrag im Ratssaal der Stadt Meppen erläuterte. Insgesamt rund 70 Seniorinnen und Senioren, Bürgermeister Helmut Knurbein sowie Vorstandsvertreter der Seniorenvereinigung Meppen waren begeistert von den kompetent, lebensnah, verständlich und humorvoll vorgetragenen Worten von Keil.

Die ehemalige Dekanin der Universität Bremen wurde 1939 in Berlin geboren und verbrachte ihre ersten Lebensjahre in einem Waisenhaus in Polen. Auf der Flucht mit ihrer Mutter in den Westen wurden sie von russischen Soldaten eingeholt und gerieten für zwei Jahre in Kriegsgefangenschaft. Trotz ärmlicher Verhältnisse machte Keil das Abitur und studierte u. a. Politikwissenschaften, Soziologie und später Psychologie. Ab 1971 war sie eine der ersten Professorinnen an der Uni Bremen. Sie ist bekannt durch viele Vortragsveranstaltungen, als Buchautorin und durch Auftritte in Rundfunk und Fernsehen.

Einerseits sei niemand gefragt worden, ob, wo und in welcher Zeitgeschichte er geboren werden will, andererseits seien aber auch niemandem gute Eltern, Erzieher, Lehrer, Kollegen, Mitmenschen und ein gutes Umfeld versprochen worden, so Keil. Man habe häufig keine Möglichkeit, äußeren Einflüssen, so z. B. als Embryo, wenn die Mutter stark rauche oder trinke, entgegenzuwirken. Festzustellen sei auch, dass man durch einen Unfall oder durch Naturereignisse wie Dürre- oder Flutkatastrophen von jetzt auf sofort alles verlieren könne. Das Leben, eine Erkrankung und auch der Tod halten sich nicht an Termine, stellte Keil fest. Der objektive Befund einer Krebserkrankung sei nicht zu ändern, wohl aber, wie man damit umgehe.

„Jedes Kind wächst mit ´Pampers`auf, wer entscheidet eigentlich, ob ich im Alter wieder auf ´Pampers` angewiesen bin,“ fragte die Professorin ein wenig provokant. So lebe man in einem Spannungsfeld zwischen „was können wir entscheiden und was müssen wir erleiden“.

Gut zu wissen, so das Resümee von Keil, dass jeder Mensch auf die Solidargemeinschaft, vor allem aber auf professionelle und ehrenamtliche Unterstützung zurückgreifen könne. Dies gelte durchaus auch für die vielfältigen Angebote der Seniorenvereinigung Meppen.

Text & Foto: Seniorenvereinigung Meppen e.V. / Richard Peters
Skip to content