Suche

Seniorenvereinigung der Stadt Meppen e.V.

Suche Menü

Palliativ- und Hospizversorgung im Landkreis Emsland

Ambulant vor stationär       

So funktioniert das Palliativ-Netzwerk im Landkreis Emsland

Von Lambert Brand

Meppen (EL) – „Palliativ! Nicht nur am Ende dabei!” – unter diesem prägnanten Leitsatz hat die Seniorenvereinigung Meppen das hochsensible Thema der Begleitung am Lebensende in den Fokus gerückt. Das außerordentlich große Interesse von mehr als 150 Gästen bewies eindrucksvoll, wie stark die Frage nach einer würdevollen und ganzheitlichen Betreuung die Menschen in der Region bewegt. Zwei ausgewiesene Expertinnen aus Lingen und Sögel zeigten auf, wie das engmaschige Netzwerk der Palliativversorgung im Landkreis Emsland funktioniert und warum eine gute Begleitung schon lange vor den letzten Tagen beginnt.

Der Vorsitzende der Seniorenvereinigung, Richard Peters, unterstrich in seiner Begrüßung die hohe Aktualität: Die Frage, wie Menschen am Lebensende würdevoll begleitet werden können, betreffe immer mehr Familien. Die Referentinnen Dr. med. Nicole Wollweber, ärztliche Leiterin der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) am Bonifatius Hospital in Lingen sowie Ilona Konken, Koordinatorin beim Palliativstützpunkt beziehungsweise ambulanten Palliativdienst am Hümmling-Hospital Sögel, stellten in den Mittelpunkt der Veranstaltung die Frage, was Palliativversorgung bedeutet und welche Leistungen sie umfasst. Unter dem Leitsatz „Palliativ! Nicht nur am Ende dabei!“  wurde deutlich, dass Palliativmedizin weit über die reine Sterbebegleitung hinausgeht. Sie setzt bereits früh im Krankheitsverlauf ein – nämlich dann, wenn eine Erkrankung nicht mehr heilbar ist, aber weiterhin behandelt und begleitet werden kann. Ziel der Palliativversorgung ist es, die Lebensqualität schwerkranker Menschen zu verbessern. Dabei steht nicht die Heilung im Vordergrund, sondern die Linderung belastender Symptome sowie die ganzheitliche Betreuung. Dazu gehört insbesondere die Behandlung  von Schmerzen, Atemnot, Übelkeit oder Angst.Gleichzeitig werden auch psychische, soziale und spirituelle Bedürfnisse berücksichtigt. Darüber hinaus beinhaltet die Palliativarbeit eine Vielzahl weiterer Leistungen. Dazu zählen unter anderem die Sicherstellung komplexer Versorgungsformen wie Medikamentenpumpen oder Portversorgungen, präventives Krisenmanagement sowie ergänzen-
de Therapieangebote wie Gesprächstherapie, Aromapflege, Entspannungstechniken oder Physiotherapie. Ebenso wichtig sind die seelsorgerische Begleitung und die Unterstützung im Umgang mit Sterben, Tod und Trauer.

Betreuung durch Palliative Care Fachkräfte: Ein zentrales Element ist die multiprofessionelle Zusammenarbeit. Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte, Sozialarbeit, Seelsorge sowie ehrenamtliche Helfer arbeiten eng zusammen, um eine umfassende Betreuung zu gewährleisten. Dabei steht stets der Mensch mit seinen individuellen Bedürfnissen im Mittelpunkt. Die Palliativversorgung versteht sich als ganzheitlicher Ansatz, der sowohl die Betroffenen als auch deren Angehörige einbezieht. Die Referentinnen stellten die Palliativstationen im Verbund der St. Bonifatius Hospitalgesellschaft vor. Sowohl Hümmling Hospital in Sögel (Seit 2007) im Bonifatius Hospital, Lingen sind (seit 2019) stehen jeweils fünf Betten in eigenen Stationen zur Verfügung, die von Palliativen Care Fachkräften betreut werden.

Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung der SAPV, als ambulanten Palliativversorgung. Diese ermöglicht es, Patientinnen und Patienten in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung zu betreuen. Ziel ist es, ein möglichst selbstbestimmtes Leben bis zuletzt zu ermöglichen. Die medizinische Betreuung bleibt dabei in den Händen der Haus- oder Fachärzte, während spezialisierte Palliativdienste unterstützend tätig werden. Voraussetzung ist eine ärztliche Verordnung, die Leistungen können über die gesetzlichen Krankenkassen abgerechnet werden. Hinsichtlich der Kostenübernahme durch privat Versicherte bestehe Klärungsbedarf mit der Krankenkasse. Zudem steht
ein „Rund-um-die-Uhr”-Bereitschaftsdienst für Not- und Krisensituationen zur Verfügung.

Funktionierende Netzwerke: Im Landkreis Emsland zeigt sich, wie wichtig funktionierende Netzwerke sind. Ambulante Dienste, Krankenhäuser, Hospize und weitere Einrichtungen arbeiten eng zusammen, um eine kontinuierliche und bedarfsgerechte Versorgung sicherzustellen. Auch spezialisierte Angebote für Kinder und Jugendliche sind Teil der Struktur, um den besonderen Bedürfnissen junger Patientinnen und Patienten gerecht zu werden.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Begleitung der Angehörigen. Sie werden nicht nur entlastet, sondern auch beraten und emotional unterstützt-sowohl während der Erkrankung als auch in der Trauerphase. Damit wird deutlich, dass Palliativversorgung immer das gesamte soziale Umfeld im Blick hat.

Neben der ambulanten Palliativversorgung wurde im Rahmen der Veranstaltung auch die Bedeutung der überwiegend ehrenamtlichen Arbeit der Hospizvereine und des stationärer Hospiz St. Veronika in Thuine mit acht Betten hervorgehoben als spezialisierte Pflegeeinrichtungen für schwerstkranke und sterbende Menschen, die nicht mehr zu Hause versorgt werden können. Die Referentinnen machten deutlich: Stationäre Hospize sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Versorgungskette im Emsland. Es sei wichtig im Emsland ein leistungsfähiges Hospiz mit mindestens 12 Betten zu unterhalten. Dabei sollte die geografische Lage von Bedeutung sein.

Menschen nicht allein lassen: Die große Resonanz der Veranstaltung machte laut Richard Peters deutlich, wie relevant dieses Thema für die Gesellschaft ist. Palliativversorgung bedeutet, Menschen in einer besonders sensiblen Lebensphase nicht allein zu lassen, sondern ihnen mit medlizinischer Kompetenz, menschlicher Nähe und umfassender
Unterstützung zur Seite zu stehen. Oder, wie es die Begründerin der modernen Hospizbewegung, Cicely Saunders, treffend formulierte: Nicht dem Leben mehr Tage geben, sondern den Tagen mehr Leben.

Wege gegen Ärztemangel

Weiterbildungsgesellschaft soll Nachwuchs binden

Von Lambert Brand

Meppen (EL) – Im Rahmen der Veranstaltung der Seniorenvereinigung Meppen stellte Dr. Sigrid Kraujuttis, Dezernentin für Gesundheit und Soziales beim Landkreis Emsland, die zentralen Handlungsfelder der Gesundheitsregion Emsland sowie die Vielfalt der Pflegelandschaft vor. Es wurde deutlich, wie breit und differenziert die Angebote im Emsland bereits aufgestellt sind. Der Landkreis Emsland nimmt bei landesweiten Modellprojekten im Gesundheitsbereich eine Vorreiterrolle ein, betonte Vorsitzender der Seniorenvereinigung Richard Peters einleitend in das Thema.

Ein zentrales Anliegen sei es, die ärztlich-medizinische Versorgung, Pflege und Prävention kontinuierlich weiterzuentwickeln und insbesondere wohnortnahe Angebote zu stärken, betonte Dezernentin Kraujuttis, die von Beginn an bei der Projektentwicklung mitgewirkt hat und die Handlungsfelder erklärte. Die Arbeit der eingerichteten Gesundheitsregion Emsland eine wichtige koordinierende Rolle, um verschiedene Akteure miteinander zu vernetzen und gemeinsame Lösungen zu entwickeln, betonte Kraujuttis.

Vielfältige Pflegelandschaft und Wohnformen: Die vorgestellte Pflegelandschaft umfasst zahlreiche Bereiche. Im Fokus stehen unterschiedliche Wohnformen wie barrierefreie Wohnungen, ambulant betreute Wohneinheiten oder Senioren-Wohngemeinschaften. Ergänzt werden diese durch Beratungsangebote, etwa durch Pflegestützpunkte, Demenz-Servicezentren oder ehrenamtliche Wohnberatung.
Auch freiwilliges Engagement spielt eine große Rolle, beispielsweise durch Seniorenbegleitungen oder Freiwilligenagenturen und vieles mehr.
„Erstes Ziel für die Senioren ist natürlich, so lange wie möglich zu Hause wohnen bleiben zu können“, sagte Kraujuttis. Professionelle Pflege und neue Projekte: Darüber hinaus beleuchtete die Referentin die professionelle Pflege. Diese reicht von ambulanten Diensten über teilstationäre Angebote bis hin zur stationären Versorgung. Auch die medizinische Infrastruktur ist breit aufgestellt: Neben Krankenhäusern und Reha-Kliniken gehören Haus- und Fachärzte, Apotheken sowie spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) und die Hospizarbeit zum Netzwerk. Qualifizierung und Weiterbildung der Ehrenamtlichen ist dabei von großer Bedeutung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Vernetzung und Qualifizierung der Beteiligten. Pflegekonferenzen, Pflegetische sowie Fortbildungsangebote sollen die Zusammenarbeit stärken und die Qualität der Versorgung sichern.

Zurzeit wird bei den Kommunen das Projekt „Emsland-Care“ eingeführt. Dabei erhalten die Bürger niedrigschwellige Unterstützung bei Fragen zu psychosozialen Belastungen, Pflege, Demenz oder ähnlichen Themen – ohne lange Wartezeiten. Ziel sei es unter anderem, auch Hausarztpraxen zu entlasten.

Sicherung der medizinischen Versorgung in der Zukunft: Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Sicherung der medizinischen Versorgung in der Zukunft. Hier spielt die Weiterbildungsgesellschaft „Meilenstein“ eine entscheidende Rolle. Sie wurde ins Leben gerufen, um gezielt dem Ärztemangel entgegenzuwirken und junge Medizinerinnen und Mediziner für die Region zu gewinnen. Durch strukturierte Weiterbildungsprogramme, enge Begleitung und attraktive Rahmenbedingungen sollen Nachwuchskräfte frühzeitig an das Emsland gebunden werden. Gleichzeitig stärkt das Projekt die Zusammenarbeit zwischen Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten und trägt so zur langfristigen Stabilität der Versorgung bei.

Deutlich wurde in dem Vortrag: Die Gesundheitsregion Emsland ist vielseitig, gut strukturiert und auf zukünftige Herausforderungen ausgerichtet. Ziel bleibt es, allen Bürgerinnen und Bürgern, insbesondere den Hilfs- und Pflegebedürftigen sowie deren Angehörigen, eine verlässliche, wohnortnahe und qualitativ hochwertige Versorgung zu ermöglichen.

Drei Säulen für ein ganzes Berufsleben

Wie der Campus Ludmillenstift in Meppen dem Fachkräftemangel im Emsland begegnet

Von Lambert Brand
Meppen (EL) Helle und freundliche Räume, modernste digitale Lernmöglichkeiten und eine klare Vision für die Zukunft der Gesundheitsberufe: Wer den neuen Campus des Ludmillenstifts betritt, spürt sofort, dass hier mehr passiert als reine Wissensvermittlung. Mit einem Investitionsvolumen von rund zehn Millionen Euro ist in Meppen ein Bildungszentrum entstanden, das Tradition und hochmoderne Praxisorientierung eindrucksvoll miteinander verbindet.

Konsequent ausgerichtet auf lebenslanges Lernen, ruht das Bildungsverständnis des Campus auf drei starken Säulen: der Ausbildung, der Fortbildung und der Weiterbildung. Wie Campusleiterin Kathrin Andrees und ihre Stellvertreterin Nadine Reißig betonen, versteht sich die Einrichtung als eine tragende Säule der Gesundheitsbildung in der gesamten Region. Die klare Haltung des Hauses spiegelt sich im einprägsamen Leitbild wider: „Menschlichkeit. Unser Kompass. Bildung. Unser Weg. Praxis. Unser Ziel.“

Erste Säule: Ein starkes Fundament aus Tradition und Perspektive: Die Wurzeln des Bildungsstandortes reichen tief. Bereits 1958 wurde die staatlich anerkannte Krankenpflegeschule gegründet, zehn Jahre später, 1968, folgte die Kinderkrankenpflegeschule. Auf diesem historischen Fundament baut heute ein hochmodernes Angebot auf.
Das Herzstück der ersten Säule bilden die dreijährigen Ausbildungsgänge in der Pflege und in der Physiotherapie. Jedes Jahr schließen hier rund 50 Pflegefachfrauen und -männer sowie etwa 25 Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten erfolgreich ab. Ergänzt wird das klassische Modell durch zukunftsweisende duale und kooperative Studienwege: Dazu zählen die vierjährige duale Pflegeausbildung in enger Kooperation mit der Hochschule Osnabrück (Standort Lingen) sowie ein ausbildungsintegriertes Studium, das Physiotherapie, Motologie und Ergotherapie in Zusammenarbeit mit der Hochschule Emden vereint. Hinzu kommen zahlreiche Praxisanleiterinnen und -anleiter.

Getragen wird diese Vielfalt von einem interdisziplinären Team aus rund 22 Lehrkräften in Voll- und Teilzeit. Der Qualifikationsmix ist enorm: Pflegefachpersonen, Physiotherapeuten, Notfallsanitäter und Heilerziehungspfleger bringen ihre Expertise ein. Viele von ihnen verfügen über akademische Abschlüsse (Bachelor, Diplom oder Master). Dabei geht das Aufgabenfeld weit über den klassischen  Unterricht als Kernkompetenz hinaus. Auch Praxisbegleitungen, Netzwerkarbeit, die stetige Digitalisierung sowie die Präsenz auf Job- und Ausbildungsbörsen gehören zum Alltag der Lehrenden.

Zweite und dritte Säule: Lebenslanges Lernen und Spezialisierung: Um dem medizinischen Fortschritt und den steigenden Anforderungen gerecht zu werden, setzen die zweite und dritte Säule auf kontinuierliche Qualifizierung. Das Portfolio umfasst Praxisanleiterkurse sowie die anspruchsvolle, zweijährige und berufsbegleitende Weiterbildung zur Fachkraft für Intensiv- und Anästhesiepflege. Für das Jahr 2026 hat sich der Campus noch breiter aufgestellt. Geplant sind unter anderem: Eine umfangreiche 300-stündige Weiterbildung für die Praxisanleitung, fach- spezifische Fortbildungen in der Neurologie, Manuellen Therapie und Manuellen Lymphdrainage, Schulungen zur „Salutogenen Kommunikation“ (ein ressourcenorientierter Ansatz zur Gesundheitsförderung), Kurse in Aromapflege und Seminare zur multiprofessionellen Handlungssicherheit im sensiblen Umgang mit sterbenden Patientinnen und Patienten, der Ausbau wertvoller Kooperationen, unter anderem mit dem Vitus-Werk.

Internationale Talente und zukunftsweisende Lernorte: Ein weiterer zentraler Baustein gegen den Fachkräftemangel ist die internationale Gewinnung von Auszubildenden. Das Interesse ist riesig: Pro Ausbildungsbeginn verzeichnet der Campus rund 200 Anfragen aus dem Ausland. Für ausgewählte Kandidatinnen und Kandidaten – aktuell unter anderem aus Kenia hat das Team einen strukturierten Onboarding Prozess etabliert. Unter der Leitung von Birgit Waldheim werden die angehenden Fachkräfte bei der Sprachqualifikation, der Wohnsituation und der gesellschaftlichen Integration engmaschig begleitet.
Auch räumlich und didaktisch geht der Campus neue Wege. Praxisnahe Übungsbereiche bereiten die Auszubildenden auf den echten Klinikalltag vor. Ein besonderes Highlight der künftigen Entwicklung ist das noch in der Fertigstellung befindliche sogenannte „Skills-Lab“. Es soll als innovativer dritter Lernort“ die Brücke zwischen blanker Theorie und der direkten Arbeit am Patienten schlagen. Künftig sollen hier das interdisziplinäre Lernen und die enge Zusammenarbeit zwischen Pflege, Physiotherapie und Medizin weiter gestärkt werden. Perspektivisch runden Formate wie geplante Patientenakademien das Campus-Angebot ab.

Hohe Wertschätzung durch die Meppener Senioren:  Dass dieses zukunftsweisende Konzept nicht nur Fachkreise , sondern die gesamte Region bewegt, zeigte sich kürzlich beim Besuch der Seniorenvereinigung Meppen. Das Interesse an den neuen Räumlichkeiten war so immens, dass gleich zwei Besichtigungstermine für die über 120 Teilnehmenden organisiert werden mussten.
Für viele der Gäste war der Besuch eine emotionale Zeitreise, da einige von ihnen ihre eigene Ausbildung einst in der früheren Krankenpflegeschule des Ludmillenstifts absolviert hatten. Richard Peters, Vorsitzender der Seniorenvereinigung, dankte den Campus- Verantwortlichen herzlich für die exklusiven Einblicke. In seinem Fazit unterstrich Peters die immense gesellschaftliche Relevanz der Einrichtung: „Wenn Pflege benötigt wird -im Krankenhaus, ambulant oder stationär – ist es gut, der Aus- und Fortbildung von Pflegekräften besondere Wertschätzung entgegenzubringen.“ Angesichts der stetig steigenden Pflegeintensität in der Gesellschaft sei eine exzellente Qualifikation und hohe Motivation der jungen Menschen von elementarer Bedeutung. Im Namen des Vorstands äußerte Peters den festen Wunsch, dass künftig alle Ausbildungsplätze am Campus belegt werden können und verband dies mit der dringenden Hoffnung, dass der seit Langem geforderte Bürokratieabbau im Gesundheitswesen endlich spürbar vorangetrieben wird.

Kleiner Knopf – große Wirkung

Malteser informieren über Unterstützungsangebote für Senioren – Hausnotruf als zentraler Baustein

Von Lambert Brand


Meppen (EL) – Ein Sturz in der Wohnung, plötzliches Unwohlsein oder ein medizinischer Notfall: Situationen wie diese kommen oft unerwartet. Besonders für ältere Menschen oder Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen ist schnelle Hilfe entscheidend. Der Hausnotruf bietet hier ein bewährtes Sicherheitsnetz. Wie diese Hilfe funktioniert, machte der Dienststellenleiter des in Meppen neu aufgestellten Malteser Hilfsdienstes (MHD), Jens Abels, den Mitgliedern der Seniorenvereinigung Meppen deutlich.

Der Hausnotruf, der vom MHD und auch von anderen Organisationen angeboten wird, richtet sich vor allem an ältere, aber auch an jüngere Menschen, an Personen, die allein leben, oder an Menschen mit gesundheitlichen Problemen. Aber auch wer einfach vorsorgen möchte, profitiert von dem Angebot. Denn schnelle Hilfe kann im Notfall entscheidend sein – und Sicherheit bedeutet Lebensqualität. Der Hausnotruf ist laut Albers ein bewährtes Malteser informieren über Unterstützungsangebote für Senioren – Hausnotruf als zentraler Baustein Unterstützungssystem, das rund um die Uhr Sicherheit bietet.

Aktuell betreuen die Malteser in Meppen, Nordhorn und Lingen insgesamt 2.771 Kundinnen und Kunden im Hausnotruf. Im Durchschnitt werden 31 Alarmierungen pro Monat bearbeitet. Der Dienst wird von 15 qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern getragen und ist 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche und an 365 Tagen im Jahr erreichbar.

Über einen tragbaren Notrufknopf können Nutzerinnen und Nutzer im Notfall sofort Kontakt zur Notrufzentrale aufnehmen. Von dort aus werden – je nach Situation – Angehörige, Bekannte, der Malteser-Hintergrunddienst, kooperierende Pflegedienste oder der Rettungsdienst verständigt. Für das Jahr 2026 kündigten die Malteser zudem Neuerungen an, darunter einen mobilen Hausnotruf für unterwegs sowie eine Angehörigen-App, die zusätzliche Transparenz und Sicherheit bieten soll.

Ergänzend zum Hausnotrufsystem kann weiteres Zubehör eingesetzt werden, das ausschließlich in Verbindung mit einem Hausnotrufgerät genutzt wird. Dazu zählen unter anderem Rauchwarnmelder, Wassermelder, ein Falldetektor mit automatischer Notrufauslösung bei einem Sturz sowie ein Sound Boost zur Reichweitenverstärkung innerhalb der Wohnung oder im Garten. Diese Zusatzkomponenten erhöhen die Sicherheit im Alltag und können individuell angepasst werden.

Die stellvertretende Dienststellenleiterin Marilena Lenz stellte weitere Angebote der Malteser vor. Ein wichtiger Bestandteil ist der Menüservice „Essen auf Rädern“, der täglich frisch gekochte Mahlzeiten nach Hause liefert. Die Gerichte werden in Meppen-Nödike zubereitet, auf Porzellan angerichtet und in Thermoboxen ausgeliefert. Kundinnen und Kunden können wöchentlich aus wechselnden Speiseplänen wählen, darunter Vollkost oder vegetarische Menüs, ergänzt durch Tagessuppe und Dessert. Die Lieferung erfolgt an 365 Tagen im Jahr, auf
Wunsch bis auf den Esstisch. Eine Schlüsselhinterlegung ist
möglich, eine Reinigung des Geschirrs nicht erforderlich.

Abgerundet wird das Angebot durch Fahrdienste, Erste- Hilfe-Kurse sowie weitere Kurs- und Gruppenangebote, die Mobilität, Gesundheit und soziale Teilhabe fördern. Dass das Angebot der Hilfsorganisation auf großes Interesse stieß, machten die vielen Fragen der Versammlungsteilnehmer deutlich.

Auch das Thema Kosten blieb nicht außen vor. Abels und Lenz nannten die Preise und erklärten, dass ab einem Pflegegrad Zuschüsse für die verschiedenen Pakete möglich sind. Hierfür sei eine individuelle Beratung erforderlich. Infos und Kontaktmöglichkeiten sind abrufbar auf /www.malteser.de/standorte/meppen.html.

Von Ootmarsum bis Bokeloh

Seniorenvereinigung Meppen lädt 2026 zu vielfältigen Veranstaltungen ein

Von Lambert Brand


 

Meppen (EL) – Mit einem vielseitigen Programm geht die Seniorenvereinigung Meppen in das Jahr 2026. „Unsere Aufgabe als Vorstand ist es, interessante, aber auch kostengünstige  Veranstaltungen anzubieten“, betonte der erste Vorsitzende Richard Peters, der das Programm in der Mitgliederversammlung im Kolpinghaus Meppen vorstellte. Auf dem Jahresplan stehen informative Vorträge, interessante Besichtigungen, gemeinsame Ausflüge sowie gesellige Veranstaltungen, die Raum für Begegnung und Austausch bieten.

Ein besonderes Highlight: Für den Sommer ist die Jubiläumsveranstaltung anlässlich des 35-jährigen Bestehens der Seniorenvereinigung Meppen mit einem „zugkräftigen Referenten“ vorgesehen. Der genaue Ablauf befindet sich derzeit noch in der Planung.
Den ersten Programmpunkt bildet am 23. Februar um 14 Uhr die Besichtigung des Schulungszentrums „Campus Ludmillenstift“ im Ludmillenstift Meppen. Die Teilnehmenden erhalten dabei Einblicke in die Aus- und Fortbildung im
Pflegebereich.
Am Mittwoch, 25. März, um 15 Uhr lädt die Seniorenvereinigung ins Alte Gasthaus Kamp in Meppen zu einem Vortrag zum Thema Palliativ- und Hospizversorgung im Landkreis Emsland ein. Referentinnen sind Dr. Nicole Wollweber und Ilona Konken, die über Versorgungsangebote und Unterstützungsmöglichkeiten informieren. Ein Höhepunkt im Frühjahr ist die Tages fahrt am Dienstag, 5. Mai, ins Münsterland zu Schloss Nordkirchen und zur Burg Vischering, einem Weltkulturerbe. Geplant sind außerdem Aufenthalte im Clemens-August Restaurant in Ascheberg sowie im Hofcafé Grothues in Senden.
Am Dienstag, 11. August, steht ein weiterer Ausflug auf dem Programm. Um 10 Uhr startet die Fahrt ins niederländische Ootmarsum. Dort erwarten die Teilnehmenden ein historischer Ortskern mit Cafés und Galerien sowie ein Besuch im Freilichtmuseum. Auf die Frage nach der Verpflegung in den Niederlanden kam die Antwort: „Ein holländisches Rosinenbrot geht immer.“ Auf der Rückfahrt ist eine Einkehr im Stiftscafé Menke in Wietmarschen geplant.
Der 16. Meppener Seniorennachmittag, der stets große Resonanz stößt, findet am Samstag, 12. September, um 14.30 Uhr im Restaurant Kamp in Meppen statt. Für musikalische Unterhaltung sorgt der Shantychor Geeste. Am Donnerstag, 1. Oktober, begeht die Seniorenvereinigung den Internationalen Tag der älteren Generation im Dorfgemeinschaftshaus Bokeloh. Unter dem Motto „Einsamkeit verstehen und sie gemeinsam überwinden“ spricht Dr. Christoph Hutter (Diplom-Theologe, Bistum Osnabrück). Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung vom Seniorenchor 60plus des Dekanats Emsland-Mitte.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Telefonseelsorge Emsland statt.
Die Mitgliederversammlung ist für Mittwoch, 21. Oktober, um 15 Uhr im Ratssaal der Stadt Meppen angesetzt. Dabei stehen Vorstandsneuwahlen an. Den festlichen Abschluss des Jahres bildet die Weihnachtsfeier am Mittwoch, 9. Dezember, um 15 Uhr im Emslandsaal Kamp Meppen. Die musikalische Gestaltung übernimmt das Lingener Männerquartett. Für alle Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich, die jeweils frühestens drei Wochen vor dem Termin möglich ist. Außerdem ist eine geringe Kostenbeteiligung vorgesehen. Die Mitgliedsorganisationen werden gesondert eingeladen. Weitere Informationen sind auf der Homepage www.seniorenvereinigungmeppen.de erhältlich.
Trotz höherer Ausgaben konnte Rechnungsführer Helmut Fühner einen fast ausgeglichenen Jahresabschluss 2025 vorlegen. Man habe kostenintensive Veranstaltungen durchgeführt und in eigene Veranstaltungstechnik investiert, dies aber unter anderem durch Spenden und einen höheren Zuschuss der Stadt Meppen refinanzieren können, betonet Fühner. „Ein Sorgenkind weniger“ hat die Seniorenvereinigung laut Vorsitzenden Peters, da die mehrfach geänderte Vereinssatzung endlich ins Vereinsregister eingetragen worden ist. 

Weihnachtsfeier der Seniorenvereinigung Meppen

Im mit über 100 Gästen nahezu voll besetzten Kolpinghaus in Meppen hat die Seniorenvereinigung der Stadt Meppen in der vergangenen Woche ihre Weihnachtsfeier mit leckerem Kaffee und Kuchen und unterhaltsamen Kurzgeschichten durchgeführt.

Pressemitteilung

Für die musikalische Begleitung sorgte die Meppener Gruppe „Schlagsaite“, alle Bandmitglieder sind Senioren aus dem Stadtteil Esterfeld, mit einem Reigen weihnachtlicher und stimmungsvoller Lieder. Besonders beim Lied „Well kump dor mit den groten Sack“ merkte man, dass die Gäste gerne in diese altbekannte plattdeutsche Weise mit einstimmten. Der von „Schlagsaite“ vorgetragene Titel „Zuversicht“ von Roland Kaiser, der von zwischenmenschlicher Entfremdung, Zukunftsängsten und Streitigkeiten  erzählt, sprach mit seinem Wunsch nach mehr

Mitmenschlichkeit und sozialer Gerechtigkeit sowie einer hoffnungsvollen Zukunft sicher vielen Seniorinnen und Senioren aus dem Herzen.

Ein Ständchen gab es für Egon Reiners, einen langjährigen Begleiter der Aktivitäten der Seniorenvereinigung Meppen, der vor wenigen Tagen seinen neunzigsten Geburtstag feierte.

Mit besonderem Interesse verfolgten die Seniorinnen und Senioren die Ankündigungen für das Programm 2026 mit Vorträgen zu den Themen Palliativ- und Hospizversorgung sowie zum Thema Einsamkeit. Freuen dürfen sich die älteren Menschen auch auf eine Schlössertour im Münsterland sowie auf einen Besuch der malerischen Stadt Ootmarsum in den Niederlanden und  des dortigen Freilichtmuseums. Beim „16. Meppener Seniorennachmittag“ im September 2026 wird der „Shantychor Geeste“ mit bekannten Seemannsliedern für Stimmung sorgen.

Seit mehr als 30 Jahren unterstützt Andreas Pothen, Fachbereichsleiter Soziales in der Stadtverwaltung, die Aktivitäten der Seniorenvereinigung Meppen. Der Vorstand der Seniorenvereinigung nahm dies zum Anlass, ihm für sein tatkräftiges Engagement zu danken und ein kleines Präsent zu überreichen.

Bericht und Fotos: Seniorenvereinigung Meppen
 Bericht vom 21.12.2025

Ludger Abeln: „Im Herzen bin ich der ländliche Typ“

Bericht im Emsblick Meppen - Heft 71

Der Weg in die Welt der Medien war für Ludger Abeln nicht gerade vorgezeichnet.


Nach dem Abi machte er, ganz nach dem Willen seines Vaters, zunächst eine solide Tischlerlehre. „Das war ja sozusagen um die Ecke bei uns in Bokeloh“, begann der spätere NDR-Moderator seine Ausführungen vor gut 70 Gästen im Hotel Via Plaza in Meppen. Zu diesem „Heimspiel“ hatte die Seniorenvereinigung der Stadt Meppen den „bekanntesten Bokeloher seit Otto Pankow“ eingeladen. Gespannt und aufmerksam, manchmal auch mit heiterem Lachen auf den Lippen lauschten sie Abeln, der seinen Weg von Bokeloh bis zu seiner heutigen Aufgabe als Vorstandsvorsitzender der Caritas  Gemein-schaftsstiftung Osnabrück e. V  lebhaft und in bildreicher Sprache schilderte.

Nach behüteter Jugend, klar war er auch Meẞdiener, und seiner Ausbildung studierte er.  Als Berufsschullehrer für Holz- und Kunststofftechnik landete er in Hannover, rutschte dann in ein Volontariat bei Radio Antenne, wo er es bis zum Studioleiter brachte. Später wechselte er zunächst zu SAT1, dann als Freier Mitarbeiter zum NDR. Dort fand er in den 15 Jahren eine große Bandbreite an Aufgaben. Von der Aktuellen Schaubude über Magazinsendungen bis hin zur „Leuchte des Nordens“ gingen seine Stationen als Moderator und Journalist. Mit einer Vielzahl an Bildern blickte er auf eine Vielzahl von Erlebnissen und Begegnungen zurück: Erlebnisse zwischen Stoppelmarkt und Seenotrettungseinsatz, Begegnungen zwischen Carlo von Tiedemann (ein bisschen chaotisch, aber wirklich nett) und Jan Fedder (Wasser is nich, tu mal gut Gin rein).

Die Suche nach einer Festanstellung führte ihn als Pressesprecher zu VW nach Emden. Diese Funktion beschreibt er nachträglich als Job mit Handschellen hoch 10″. „Ich möchte das hier nicht näher ausführen, aber Sie können sich vielleicht vorstellen, dass zwischen dem, was dort erzählt worden ist und zwischen dem, was tatsächlich passiert ist, manchmal so eine Lücke klaffte. Und Sie stehen natürlich dann als Pressesprecher immer vor der Kamera und dann müssen Sie was erzählen was nicht immer dem entspricht, was Sie gerne sagen würden. Und dann habe ich irgendwann gesagt, das passt nicht so ganz zum Plan, das möchte ich nicht für mich selber.“

Kreative Neigungen musste Abeln zurückstellen. Die habe er aber einsetzen können bei seinen Büchern. Vor allem sein Buch Kurzgeschichten habe ihm viel Freude gemacht. „Die Geschichten habe ich natürlich im Sommer geschrieben“, kommentierte der Medienmann mit leichtem Schmunzeln.

Nachdem er 30 Jahre in Ostfriesland gelebt habe, in Leer und in Wiesmoor, habe es ihn und seine Frau jetzt nach Osnabrück verschlagen. Dort ist Abeln seit 2015 für die Caritas tätig. Seinen Arbeitgeber beschrieb er so: „Die Caritas ist ja, viele wissen es nicht, ein Wohlfahrtsverband, der gerade im Emsland, in dieser Region, sehr stark ist, auch als Wirtschaftsfaktor“. Die Caritas zahlt allein im Emsland pro Jahr eine Milliarde Euro an Gehältern. Sie  beschäftigt über 30.000 Menschen in der Region von der Küste bis nach unten in den Südkreis.  Ob das Kitas sind, ob das Pflegeheime sind, ob das Jugendhilfe ist, da ist richtig was los.“

Zusätzlich zu seiner jetzigen Aufgabe habe er Zeit für freie Arbeit. Aktuell produziert er mit Wilhelm Loth, dem Geschäftsführer der Staatsbad Norderney GmbH, ebenfalls aus Brual und Bruder des ehemaligen Caritas-Direktors Franz Loth, einen monatlichen Podcast mit dem Titel He! Norderney – Tidentalk“. Ebenso gern aber erzählt er aus seinem Leben, wie bei den Meppener Senioren.

Text und Foto: Emsblick Meppen

Vortragsveranstaltung m. Ludger Abeln

Sorge um schwindende Bereitschaft zum Ehrenamt                                  Ludger Abeln kritisiert „Bürokratie und digitale Passivität“ – Zu Gast bei der Seniorenvereinigung Meppen

Von Lambert Brand

Meppen (EL) Der aus Bokeloh stammende frühere NDR- Moderator Ludger Abeln war zu Gast bei der Seniorenvereinigung Meppen. In seinem Vortrag spannte er einen weiten Bogen von seinem persönlichen Werdegang bis hin zur aktuellen Entwicklung des Ehrenamtes – ein Thema, das ihn seit Jahren begleitet und umtreibt.

In seiner Begrüßung wies der Vorsitzende der Seniorenvereinigung, Richard Peters, darauf hin, dass im Emsland traditionell noch vieles durch freiwilliges Engagement getragen werde. Die Seniorenvereinigung Meppen sei froh, im- mer noch ein vielfältiges Programm anbieten zu können, das sich großen Zuspruchs erfreue.

Referent Abeln nannte das Emsland noch ein Land der Glückseligen“, stellte jedoch fest, dass die Bereitschaft, ehrenamtliche Aufgaben zu über nehmen, landesweit insgesamt abnehme. Besonders in Städten ließen sich viele Menschen trotz vielfältiger Angebote kaum noch mobilisieren oder für ein gemeinschaftliches Engagement begeistern.
Ein Grund dafür sei die zunehmende Bürokratie, die Ehrenamtliche häufig vor fast unlösbare Hürden stelle. Tätigkeiten wie die eines Kassierers seien heute deutlich komplexer als früher: Statt einfacher Buchführung seien vielfältige steuerliche und rechtliche Aspekte zu beachten. Dies schrecke viele potenzielle Helfer ab. Zudem habe sich die Gemeinschaftskultur in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. Früher traf man sich selbstverständlich auf dem Schulhof, auf dem Fußballplatz oder in der Dorfgemeinschaft – heute werde vieles digital geregelt. Die Vielzahl moderner Medien und umfangreicher Streaming-Angebote binde viel Aufmerksamkeit, die früher selbstverständlich in Vereinsleben, Nachbarschaft und Ehrenamtsarbeit floss.
Abeln ging auch auf Entwicklungen im Pressewesen ein. Das Leseverhalten verlagere sich zunehmend ins Digitale, was direkte Auswirkungen auf die Finanzierung lokaler Medien habe – insbesondere auf die Anzeigeneinnahmen. Journalismus lebe heute stark von Klickzahlen, die darüber entscheiden, welche Themen Beachtung finden. Viele ehrenamtliche Aktivitäten geraten seiner Meinung nach dadurch ins mediale Schattendasein, obwohl sie für die Gesellschaft unverzichtbar seien.

Im zweiten Teil des Abends stellte Abeln sein Buch „Weihnachten im Watt“ vor und las sowohl hoch- als auch plattdeutsche Passagen aus der emsländischen Region, worin auch die Auswirkungen des  Emslandplans humorvoll beleuchtet wurden. Besonders gut kam die plattdeutsche Geschichte „Weihnachtsspeck“  an, die in den 1950er-Jahren im Raum Geeste spielt. Demnach wurde früher die Anzahl  der Speckstreifen auf einem Buchweizenpfannkuchen genutzt, um dem angehenden Schwiegersohn eine Botschaft  zu senden: eine gerade Anzahl bedeutete Zustimmung, eine ungerade Ablehnung. Für Lacher sorgte die Auflösung einer Szene, in der ein Pfannkuchen trotz positiver Rückmeldungen aus der Familie der Braut plötzlich eine ungerade Zahl von Speckstreifen aufwies: Der Opa hatte sich während des Bratens ein Stück Speck gemopst und damit unbeabsichtigt die Familienbotschaft durchein-andergebracht.

Ludger Abeln skizzierte den rund 70 Zuhörern seinen Lebensweg. Aufgewachsen in Meppen-Bokeloh, engagierte er sich früh als Fußballtrainer, Jugendgruppenleiter und Messdiener. Nach Abitur und Tischlerlehre folgten ein Studium in Hannover und ein Volontariat bei „Antenne Niedersachsen“. Über Stationen bei Radio ffn, SAT.1 und TVN gelangte er zum NDR, wo er Formate wie „Hallo Niedersachsen“, „Lust auf Norden“, „Talk op Platt“, die „NDR-Quiz- show“ und die „Aktuelle Schaubude“ moderierte. Später wechselte er als Pressesprecher zu Volkswagen nach Emden und ist heute Netzwerker beim Caritasverband Osnabrück sowie Vorstand der Caritasstiftung. Als Autor ist er durch mehrere hoch- und plattdeutschen Bücher bekannt.

Text und Fotos: Lambert Brand, EL-Kurier

Rückblick, Ausblick und Vortrag bei der Seniorenvereinigung Meppen

Propst Lanvermeyer zu Veränderungen in der Stadtpfarrei: „Spannende Herausforderung mit Zuversicht angehen“

Von Lambert Brand

Meppen. Die Seniorenvereinigung Meppen zog bei ihrer jüngsten Mitgliederversammlung eine positive Bilanz des vergangenen Jahres, blickte zugleich auf kommende Aufgaben und erfuhr von Propst Franz Bernhard Lanvermeyer von den Plänen zur Gründung der Stadtpfarrei Meppen. Vorsitzender Richard Peters konnte zahlreiche Mitglieder begrüßen und berichtete von einem „äußerst erfolgreichen Veranstaltungsjahr“.

Ein besonderer Programmpunkt der Versammlung war das Referat von Propst Franz Bernhard Lanvermeyer, der unter der Überschrift „Auf dem Weg zur Stadtpfarrei Meppen“ über die laufenden Planungen in der katholischen Kirche informierte. Lanvermeyer erläuterte, dass der Prozess der Zusammenführung der bisherigen Meppener Pfarreiengemeinschaften Ost, West und Süd mit teilweise unterschiedlichen Traditionen bereits seit etwa drei Jahren laufe und zum 1. Januar 2027 abgeschlossen sein solle. Ziel sei es, mit den bisher zehn Kirchengemeinden eine gemeinsame Stadtpfarrei zu bilden.

Dabei handele es sich in erster Linie um eine verwaltungs­technische und organisatorische Zusammenlegung. Die einzelnen Gemeinden sollen ihre Identität und gewachsenen Traditionen behalten. Und es werde eine Arbeitsteilung geben mit Schwerpunktaufgaben für die einzelnen Gliederungen. „Wir werden nicht an allen Orten das Gleiche anbieten können“, betonte Lanvermeyer.

Der Propst machte deutlich, dass die Kirche aktuell vor großen Herausforderungen stehe: „Die Bindung zur Kirche ist heute eine andere als vor 50 Jahren – darauf müssen wir reagieren.“ Besonders die veränderte Rolle der Frauen und deren Berufstätigkeit hätten dazu ge-führt, dass klassische kirchliche Strukturen neu gedacht werden müssten. In früheren Jahren hätten die Frauen viele Aufgaben auch in kirchlichen Organisationen wie zum Beispiel in der KFD übernommen.

Auch in den Bereichen Personal, Finanzen, Gebäudewirtschaft und Sakramentenpastoral seien Anpassungen notwendig. So werde beispielsweise überlegt, Firmvorbereitungen und Firmungen künftig zentral für ganz Meppen anzubieten, da Jugendliche sich ohnehin aus Schule und Freizeit kennen. Das biete auch die Möglichkeit, jugendgerechte „Highlights“ einzubinden. Es sei fraglich, ob alle Einrichtungen auf Dauer unterhalten werden könnten. Ein Beispiel sei die Kirche in Bokeloh.

„Wir müssen anders denken als früher und auf die heutigen Gegebenheiten eingehen“, betonte Lanvermeyer. Dabei sei es wichtig, neue Formen der Glaubensvermittlung zu finden, ohne den Kern der Botschaft zu verlieren. „Wir werden nicht alle erreichen, aber wir wollen neue Wege gehen, um wieder mehr Menschen anzusprechen.“

Trotz der absehbaren Engpässe bei Personal und Finanzen zeigte sich der Propst optimistisch: „Es ist eine spannende Herausforderung, die wir mit Zuversicht angehen.“ Vorsitzender Richard Peters dankte unter dem Beifall der Versammlung dem Propst und seinem Team für ihr Engagement und wünschte ihnen viel Erfolg auf dem weiteren Weg. Dabei wurde deutlich, dass gerade Seniorinnen und Senioren eine wichtige Rolle im kirchlichen Leben Meppens spielen und einen wertvollen Beitrag zur kirchlichen Gemeinschaft leisten.

„Mehr als 1.000 Personen haben an den vielfältigen Veranstaltungen der Seniorenvereinigung Meppen teilgenommen“, betonte Richard Peters in seinem Rückblick. Besonders großen Anklang fand der Vortrag von Prof. Dr. Luitgard Franke zum Thema Demenz sowie der Auftritt vom ehemaligen DDR-Bürgerrechtler Rainer Eppelmann, der vor 240 Zuhörern – darunter viele Schülerinnen und Schüler der Meppener Gymnasien – aus seinem bewegten Leben berichtete. Eine gelungene Veranstaltung sei auch der  „Meppener Seniorennachmittag“ gewesen.

Für den 18.November kündigte Peters einen weiteren Höhepunkt an: Ludger Abeln, der bekannte ehemalige NDR-Moderator, wird berichten von seinen Erfahrungen im ehrenamtlichen Engagement im Bereich des Sports und der Kirche während seiner Jugendzeit in Meppen und von seiner langjährigen journalistischen Tätigkeit in Rundfunk und Fernsehen. Dabei wird er auch auf die derzeitigen Herausforderungen eingehen, die der gesellschaftliche Wandel und die fortschreitende Digitalisierung an das Ehrenamt stellen.

Auch im Sozialausschuss der Stadt Meppen habe man, so der Vorsitzende, jüngst über die Arbeit und die zukünftigen Pläne informiert – mit positiver Resonanz. Als Zeichen der Anerkennung habe die Stadt Meppen den jährlichen Zuschuss für die Seniorenvereinigung von 10.000 € auf 12.000 € erhöht. Diese Unterstützung und wie auch weitere private Spenden sowie eine Zuwendung der Volksbank seien dringend notwendig, um die stetig steigenden Kosten der Veranstaltungen decken und weiterhin ein anspruchsvolles Programm anbieten zu können. Die Kassenprüfung bestätigte eine geordnete und verlässliche Finanzlage. Im Namen der Stadt lobte Fachbereichsleiter Andreas Pothen die vielfältige und engagierte ehrenamtliche Arbeit der Seniorenvereinigung, die „ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Meppen“ sei.

Die Mitglieder stimmten einstimmig dem Aufnahmeantrag des Malteser Hilfsdienstes zu, der in Meppen einen neuen Standort gegründet hat.
Darüber hinaus wurde eine neu erstellte Satzung verabschiedet, nachdem formale Vorgaben des Vereinsregisters eine Eintragung von Änderungsanträge der bisherigen Satzung verhindert hatten.

Für das Jahr 2026 ist erneut ein abwechslungsreiches Programm geplant wie zum Beispiel: Besuch der neugebauten Krankenpflegeschule Meppen, Ausflug in die historische niederländische Kunststadt Ootmarsum mit Museumsbesuch, eine „Schlössertour“ durch das Münsterland, Informationsveranstaltung mit der Leitung der Palliativstation und dem Hospizverein Sögel und Themenabende zu Einsamkeit und zur Arbeit der Telefonseelsorge. Anlässlich des 35-jährigen Bestehens der Seniorenvereinigung im kommenden Jahr soll versucht werden, den nordrhein-westfälischen Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann als Referenten zu gewinnen.

Vorsitzender Peters dankte dem Vorstand und allen Mitgliedern, Helfern und Unterstützern, „die in den verschiedenen Seniorengruppen der Stadt aktiv sind und die Arbeit der Vereinigung tragen“.

 Text und Fotos 4 - 6 Lambert Brand
Fotos 1 - 3 Seniorenvereinigung

Informationsfahrt zur baulichen Stadtentwicklung in Meppen

Senioren bereisen Wohn- und Gewerbegebiete

Auf Einladung der Seniorenvereinigung der Stadt Meppen e. V. haben sich kürzlich 60 Seniorinnen und Senioren bei einer Bustour über die bauliche Stadtentwicklung in Meppen informiert. Mit großem Interesse lauschte die Gruppe den Erläuterungen von Stadtbaurat Enno Westrup zu abgeschlossenen, im Bau bzw. in der Planung befindlichen Maßnahmen.

Am Deich hinter dem Hallenbad skizzierte Westrup die laufenden Bauarbeiten zum besseren Hochwasserschutz, die sich nach den Erfahrungen mit dem Hochwasser im Dezember 2023 als notwendig erwiesen hätten. Unter anderem soll im Bereich zwischen der Emsbrücke und der Freilichtbühne eine etwa 1,2 Kilometer lange Spundwand geschaffen werden. Der Hochwasserschutz genießt bei Verwaltung und Politik hohe Priorität, oftmals seien entsprechende Deichsanierungen aber nicht ohne die Entnahme von Bäumen möglich.
Wichtig sei für die Stadt auch eine gut funktionierende Regenwasserkanalisation bei immer häufiger auftretenden Starkregenereignissen. Momentan werden entsprechende Maßnahmen z. B. an der Esterfelder Stiege durchgeführt.

Das Gewerbegebiet „Südlich der Haarbrücke“ mit zwölf Hektar ist inzwischen komplett belegt, u. a. mit einem Finanzdienstleister, einem Küchenstudio und mit dem Bauunternehmen Oehm, das jetzt unter dem Namen „MFB – Mit Freude bauen“ firmiert. Zur Erweiterung des Gewerbegebietes wird derzeit von der Stadt eine weitere Fläche von zwölf Hektar parallel zur Die-selstraße beplant. Viele Grundstücke seien dabei bereits für Unternehmen reserviert.

In Kürze werde die Stadt auch die notwendige Verbesserung der Radwegeinfrastruktur in Nödike bis hin zur Haarbrücke in Angriff nehmen. Für diese Maßnahme konnten erhebliche Fördermittel eingeworben werden.

An der Schützenstraße wurden zahlreiche Wohnprojekte realisiert, weitere sollen noch ent-stehen. Zeitnah abgeschlossen werden, so der Stadtbaurat, die Ausführungsplanungen für das Hafenplateau und die nötige Infrastruktur, so dass mit der Umsetzung im nächsten Jahr begonnen werden könne. Weitere Wohnprojekte sollen am Schützenhof, der Riedemannstraße und an der Grabbestraße entstehen. Politik und Verwaltung legen beim Wohnungsbau besonderes Augenmerk auf bezahlbaren Wohnraum.

Als städtebauliche Bereicherung sieht Westrup den Neubau des Verwaltungsgebäudes mit Tiefgarage hinter der „Alten Post“ durch die „Technologiepark Meppen GmbH“, einem Tochterunternehmen der Stadt Meppen. Einziehen wird hier die weltweit tätige Firma „Atos“, die ihren Sitz bislang noch in Rühle hat. Schwerpunktmäßig ist das Unternehmen in den Bereichen Software-Entwicklung und Cybersecurity tätig.

Erläutert wurden von Westrup auch die Pläne für das Gewerbegebiet an der Fullener Straße, wo sich perspektivisch die Firmen Mayrose und Hagebau ansiedeln werden. Sondierungsarbeiten werden hier bereits durchgeführt und in Kürze werde auch die Zuwegung gebaut. Im rückwärtigen Bereich entstehen die neue Tennishalle und der städtische Schießstand.

Nach Plänen der Landesstraßenbehörde müssen die beiden großen Brückenbauwerke der B70 über die Ems erneuert werden. Die Stadt Meppen prüfe derzeit, ob beim Neubau der Brücke im Bereich zwischen Grabbestraße und Schützenhof eine Rad- und Fußwegverbindung integriert werden kann. Eine direkte Verbindung zwischen Esterfeld und Schützenhof stelle aus Westrups Sicht einen echten Mehrwert für Meppens Bürgerinnen und Bürger dar.

Politik und Verwaltung der Stadt Meppen seien sehr erfreut und auch ein wenig stolz über die Ansiedlung großer Betriebe im Gewerbegebiet an der Autobahn A31. Dies gelte insbesondere für das Logistikzentrum der „Duni Group“ mit einer Halle von 50.000 Qudratmetern und ca. 150 Arbeitsplätzen. Ganz in der Nähe wird das Logistikzentrum der „Cella GmbH“ mit einer Hallengröße von 30.000 Quadratmetern betrieben.

Von der „Re.Lion.Bat Circular GmbH“ sind an der A31 drei große Hallen gebaut worden, in der das Unternehmen aus alten Batterien wertvolle Rohstoffe gewinnt. In dieser europaweit größten Fabrik für Batterie-Recycling können pro Jahr die Rohstoffe von 30.000 Tonnen Batterien der Wertstoffkette zugeführt werden. Genehmigt ist bereits eine Erweiterung auf bis zu 60.000 Tonnen pro Jahr. Vieles laufe dabei vollautomatisch. Schon wenige Wochen nach der Inbetriebnahme wurde der Betrieb an den Umweltdienstleister „PreZero“ verkauft, der zur Schwarz-Gruppe (u. a. Lidl, Kaufland) gehört.

Zum Abschluss der Bereisung machte die Gruppe Station bei der Firma Steda.Geschäftsführer Daniel Heidemann berichtete von den Anfängen im Jahr 2009, als er gemeinsam mit seinem Freund und späteren Mitgründer Stefan Brüggemann zunächst in der elterlichen Garage Glaspokale mit Gravur online verkaufte. Mit gerade einmal 23 Jahren machten sich die beiden schließlich selbstständig und gründeten 2011 die Firma Steda, die schon bald in eine Halle nach Rühle zog und ihr Sortiment auf Terrassenüberdachungen, Carports und Gartenhäuser erweiterte.
2015 eröffnete Steda eine große Ausstellung in Emsbüren, 2020 folgte der Einzug in die neue Firmenzentrale im Euro-Industriepark in Meppen-Versen – mit einer weitläufigen Gartenausstellung. Erst kürzlich konnte das Gelände nochmals um 1,2 Hektar erweitert werden. Heute beschäftigt das Unternehmen rund 85 Mitarbeitende, darunter zehn Auszubildende. Während der Vertrieb stark auf das Onlinegeschäft ausgerichtet ist, übernehmen eigene Montageteams im Umkreis von rund 100 Kilometern den Aufbau der Produkte direkt bei den Kunden.

Einen besonderen Meilenstein stellte 2016 die Auszeichnung mit dem „Gründerpreis Nord-west“ dar – ein Beleg für die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens.

Beim abschließenden Imbiss mit Würstchen vom Grill und Getränken resümierten die Seniorinnen und Senioren zur Stadtentwicklung: „Meppen hat doch ganz schön viel zu bieten“.

Bericht vom 27.09.2025

 

Bericht vom 19.10.2025

Text und Fotos: Seniorenvereinigung Meppen, Firma Steda

15. Meppener Seniorennachmittag

Senioren begeistert vom Hip-Hop-Team „The Crash Crew“
Tänzerinnen zu Gast beim Seniorennachmittag

Hip-Hop Team „The Crash Crew“

Für helle Begeisterung sorgten die jungen Tänzerinnen vom Hip-Hop Team „The Crash Crew“ vom Studio Elvis B. Sports & Performing Arts beim „15. Meppener Seniorennachmittag“ im Emslandsaal Kamp. Die Choreographie von Antje Burai setzten die jungen Tänzerinnen erkennbar mit großer Leidenschaft und Freude um. Mit anhaltendem Applaus würdigten die Seniorinnen und Senioren die gelungene Darbietung.

Erst vor wenigen Wochen hat die Meppener Gruppe „The Crash Crew“ an den Weltmeisterschaften in Phoenix, Arizona, teilgenommen und den Einzug ins Halbfinale der Titelkämpfe nur ganz knapp verpasst. Auch im Emslandsaal glänzten die Tänzerinnen mit energiegeladenen Schritten, Freestyle-Elementen und großer Kreativität in der den Hip-Hop kennzeichnenden stylischen Kleidung.

Richard Peters, Vorsitzender der Seniorenvereinigung Meppen, brachte in seiner Begrüßung die Freude des Vereinsvorstands darüber zum Ausdruck, dass der Seniorennachmittag nun wieder im ansprechenden Ambiente des sanierten Emslandsaals durchgeführt werden könne. Der Blick in den mit über 300 Seniorinnen und Senioren gefüllten Saal sei schon imposant.
Begrüßt wurden auch Frau Annegret Lüken, Vorsitzende des Kreisseniorenbeirates sowie Vertreter des „Seniorenraad Emmen, NL, zu dem die Seniorenvereinigung Meppen freundschaftliche Kontakte unterhält.

Landtagsabgeordnete Lara Evers verwies in ihrem Grußwort auf die vom Bundeskabinett vor wenigen Tagen beschlossenen Anreize zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements. Unter anderem sei beabsichtigt, die Übungsleiter- und Ehrenamtspauschale deutlich anzuheben (von 3.000 auf 3.300 Euro bzw. von 840 auf 960 Euro). Hinsichtlich der dringend nötigen Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung sei vom Land Niedersachsen vorgesehen, die Zahl der Medizinstudienplätze um 200 zu erhöhen.

Landrat Marc-André Burgdorf und Bürgermeister Helmut Knurbein würdigten das besondere ehrenamtliche Engagement im Emsland durch und für Seniorinnen und Senioren. Die große Resonanz beim Seniorennachmittag und vielen anderen Veranstaltungen mache sehr deutlich, dass die Angebote und Aktivitäten gut angenommen werden.

Für die musikalische Unterhaltung sorgte die Sängerin Ellen Gottschlich aus Osnabrück mit einem Potpourri von Chansons, Melodien aus Musicals und bekannten Schlagern. Begleitet wurde sie am E-Piano von Jörg Niederrer. Die siebzehnjährige Gymnasiastin Vanessa Bernwald aus Meppen präsentierte mit ihrer klaren Stimme einen Titel von Adele und später im Duett mit Gottschlich den Hit „Mamma Mia“ von Abba.

Seniorenarbeit wird in Meppen und den Umlandgemeinden von vielen Ehrenamtlichen mit verschiedensten Angeboten durchgeführt. Für ihr langjähriges Engagement mit regelmäßigen Treffen wurde von Christel Kemper, stellvertretende Vorsitzende der Seniorenvereinigung Meppen, die Gruppe „St. Maria zum Frieden“, Meppen-Esterfeld, ausgezeichnet. Hildegard Meister, die die Gruppe seit vielen Jahren leitet, erhielt ebenso einen Blumenstrauß wie Ingrid von Trechten, die Vorsitzende des Vereins „Kien Tied, Kien Tied, …“. Das Redaktionsteam sorgt seit 30 Jahren mit ihrer Seniorenzeitung für eine bunte Mischung aus Information, Unterhaltung und Dönkes. Freuen durften sich beide Gruppen über ein Flachgeschenk der Seniorenvereinigung.

Bericht und Fotos: Seniorenvereinigung Meppen

 
 
 
 

Fotos   

 

Videoclips

Bericht im Emsblick
 
Skip to content