Malteser informieren über Unterstützungsangebote für Senioren – Hausnotruf als zentraler Baustein
Von Lambert Brand
Meppen (EL) – Ein Sturz in der Wohnung, plötzliches Unwohlsein oder ein medizinischer Notfall: Situationen wie diese kommen oft unerwartet. Besonders für ältere Menschen oder Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen ist schnelle Hilfe entscheidend. Der Hausnotruf bietet hier ein bewährtes Sicherheitsnetz. Wie diese Hilfe funktioniert, machte der Dienststellenleiter des in Meppen neu aufgestellten Malteser Hilfsdienstes (MHD), Jens Abels, den Mitgliedern der Seniorenvereinigung Meppen deutlich.
Der Hausnotruf, der vom MHD und auch von anderen Organisationen angeboten wird, richtet sich vor allem an ältere, aber auch an jüngere Menschen, an Personen, die allein leben, oder an Menschen mit gesundheitlichen Problemen. Aber auch wer einfach vorsorgen möchte, profitiert von dem Angebot. Denn schnelle Hilfe kann im Notfall entscheidend sein – und Sicherheit bedeutet Lebensqualität. Der Hausnotruf ist laut Albers ein bewährtes Malteser informieren über Unterstützungsangebote für Senioren – Hausnotruf als zentraler Baustein Unterstützungssystem, das rund um die Uhr Sicherheit bietet.
Aktuell betreuen die Malteser in Meppen, Nordhorn und Lingen insgesamt 2.771 Kundinnen und Kunden im Hausnotruf. Im Durchschnitt werden 31 Alarmierungen pro Monat bearbeitet. Der Dienst wird von 15 qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern getragen und ist 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche und an 365 Tagen im Jahr erreichbar.
Über einen tragbaren Notrufknopf können Nutzerinnen und Nutzer im Notfall sofort Kontakt zur Notrufzentrale aufnehmen. Von dort aus werden – je nach Situation – Angehörige, Bekannte, der Malteser-Hintergrunddienst, kooperierende Pflegedienste oder der Rettungsdienst verständigt. Für das Jahr 2026 kündigten die Malteser zudem Neuerungen an, darunter einen mobilen Hausnotruf für unterwegs sowie eine Angehörigen-App, die zusätzliche Transparenz und Sicherheit bieten soll.
Ergänzend zum Hausnotrufsystem kann weiteres Zubehör eingesetzt werden, das ausschließlich in Verbindung mit einem Hausnotrufgerät genutzt wird. Dazu zählen unter anderem Rauchwarnmelder, Wassermelder, ein Falldetektor mit automatischer Notrufauslösung bei einem Sturz sowie ein Sound Boost zur Reichweitenverstärkung innerhalb der Wohnung oder im Garten. Diese Zusatzkomponenten erhöhen die Sicherheit im Alltag und können individuell angepasst werden.
Die stellvertretende Dienststellenleiterin Marilena Lenz stellte weitere Angebote der Malteser vor. Ein wichtiger Bestandteil ist der Menüservice „Essen auf Rädern“, der täglich frisch gekochte Mahlzeiten nach Hause liefert. Die Gerichte werden in Meppen-Nödike zubereitet, auf Porzellan angerichtet und in Thermoboxen ausgeliefert. Kundinnen und Kunden können wöchentlich aus wechselnden Speiseplänen wählen, darunter Vollkost oder vegetarische Menüs, ergänzt durch Tagessuppe und Dessert. Die Lieferung erfolgt an 365 Tagen im Jahr, auf
Wunsch bis auf den Esstisch. Eine Schlüsselhinterlegung ist
möglich, eine Reinigung des Geschirrs nicht erforderlich.
Abgerundet wird das Angebot durch Fahrdienste, Erste- Hilfe-Kurse sowie weitere Kurs- und Gruppenangebote, die Mobilität, Gesundheit und soziale Teilhabe fördern. Dass das Angebot der Hilfsorganisation auf großes Interesse stieß, machten die vielen Fragen der Versammlungsteilnehmer deutlich.
Auch das Thema Kosten blieb nicht außen vor. Abels und Lenz nannten die Preise und erklärten, dass ab einem Pflegegrad Zuschüsse für die verschiedenen Pakete möglich sind. Hierfür sei eine individuelle Beratung erforderlich. Infos und Kontaktmöglichkeiten sind abrufbar auf /www.malteser.de/standorte/meppen.html.
